„Artistik und Zauberkunst
auf Briefmarken und Medaillen“
Sonderausstellung im
Internationalen Artistenmuseum in Deutschland
vom 28. April bis
17. Oktober 2012
Die Artistik und die
Zirkuskunst faszinieren durch ihre Buntheit und
Vielfalt nicht nur die Freunde des Roten Ringes und
des Varietés, sondern immer wieder auch Grafiker,
Maler und Medailleure. So entstehen auf kleinstem
Raum größte Kunstwerke mit Artistenmotiven von
berühmten Künstlern wie Toulouse-Lautrec, Picasso,
Seurat und vielen anderen.
Motive mit dem Bezug
auf den realen Zirkus wurden jedoch erst relativ
spät entdeckt. Die erste Briefmarke der Welt mit
einer Artistin, einer Äquilibristin, die später auch
in der DDR gastierte, gab 1961 die Mongolische
Volksrepublik heraus. Im gleichen Jahr folgte die
Sozialistische Republik Rumänien mit einem
Postwertzeichen über ihren Staatszirkus in Bukarest.
1963 ehrte die Sowjetunion mit einer Portraitmarke
den bedeutenden russisch-sowjetischen Dressurclown
Wladimir Leonidowitsch Durow. Als Fürst Rainer III
in Monaco 1964 sein Internationales Zirkusfestival
etablierte, erschien eine Briefmarke, der
alljährlich bis heute weitere Serien und Blöcke
folgten. Auch Länder wie die Volksrepublik China
oder die Demokratische Volksrepublik Korea wählten
dieses Festival ebenfalls für ihre
Briefmarkenmotive.
Im Internationalen
Zirkusjahr 2006 gaben die meisten Staaten der Welt
oft in kuriosen Formaten Artisten- und
Zirkusbriefmarken heraus. Ersttagsbriefe und
Schmuckumschläge gehören heute ebenfalls zum
Sammelgebiet wie die inzwischen fast unübersehbare
Fülle von Sonder- und Werbestempeln. Eine kaum
fassbare Fülle von Schmuckumschlägen gab die
Sowjetunion über ihre Zirkuspaläste und
Spitzenartisten heraus. Über den deutschen Zirkus
Sarrasani erschien sogar eine deutsche
Privatpostmarke.
In Klosterfelde
werden jetzt nahezu vollständig diese Motive
vorgestellt, zusammen mit sachbezogenen Medaillen
und Abzeichen und geben einen Querschnitt durch
diese interessanten Sammelgebiete.
Die Exponate stammen
aus der Sammlung von Roland Weise und wurden ergänzt
durch Stücke aus der Spezialsammlung von Gisela und
Dietmar Winkler.
Die Ausstellung ist
werktags von 09.00 bis 18.00 Uhr, sonnabends, sonn-
und feiertags von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.