
Antwort an die Märkische Allgemeine zum
Beitrag "Ohne Rettungsschirm"
(Ausgabe Mittwoch, 07.04.2010)
Lieber Herr Doktor Klaus Rost,
am Mittwoch haben Sie in der "Märkischen Allgemeinen" einen Beitrag über unser Internationales Artistenmuseum veröffentlicht, der leider einige Fehler enthält, um deren Berichtigung ich Sie herzlichst bitte.
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Der Verzicht unseres Ministerpräsidenten
Matthias Platzeck auf die Schirmherrschaft zum Jubiläum der Internationalen
Artistentage in Deutschland wird auf die Verquickung von Posten,
Zweckentfremdung von Fördermitteln und ein fehlendes Museumskonzept zurück
geführt. Diese Begründung entbehren jedoch jeder Grundlage. Seit der Gründung
unseres Fördervereins 1994 hat die Einheit des Geschäftsführers und
Museumsinhabers dazu geführt, dass unser kleines privates Museum in allen fünf
Kontinenten bekannt wurde, wie die Touristen aus allen fünf Erdteilen durch
Eintragungen in unsere Gästebücher bestätigt haben. Wir haben, da ich als
Geschäftsführer völlig ehrenamtlich ohne jegliche Vergütung arbeite, trotz
meines Alters (82) noch keinen Nachfolger gefunden, der diese Arbeit übernimmt,
weil das Kulturministerium nicht bereit ist, ihm ein Gehalt zu zahlen. Da es
auch keine gesetzliche Grundlage für die Trennung dieser Funktion gibt, wäre
gegenwärtig eine Trennung unser finanzieller und organisatorischer Ruin.
Fördermittel, die für die Tätigkeit des Museums und des Vereins vom
Kulturministerium gegeben wurden, sind in keinem Fall zweckentfremdet. Im
Gegenteil, das Kulturministerium hat dreimal schriftlich bestätigt, dass mit den
Mitteln bezweckten Ziele erreicht wurden. Wenn darauf hingewiesen wird, dass wir
für Künstler, die ohne Honorar auftreten, Imbiss und Getränke serviert werden,
so stimmt das. Doch seit wann ist es in unserem Land verboten, wirtschaftlich zu
handeln, wenn wir allein für die Artistentage über € 25.000,00 Honorare benötigt
würden, die uns niemand gibt? Dank rationeller Arbeitsweise konnten wir jedoch
mit ca. € 1.500,00 für Künstler-Verpflegung die Veranstaltung sichern und großen
Publikumserfolg erzielen, der sich auch in über 100 Beiträgen in der nationalen
und Internationalen Presse nur über die Artistentage widerspiegelt. Welches
Museum ist noch in der Lage, jährlich ca. 300 Künstler auftreten zu lassen, über
20 Veranstaltungen zu gestalten, ohne Honorare zahlen zu müssen? Es ist auch
unwahr, dass das Ministerium € 5.000,00 von uns zurückfordern würde. Es stehen
lediglich Ausgaben von ca. € 1.000,00 für Künstlerverpflegung zur Diskussion.
Es stimmt auch nicht, dass kein Museumskonzept vorliegt. Das Kulturministerium
hat seit Juli vergangenen Jahres ein von unserer Mitgliederversammlung und dem
Vorstand bestätigtes neues Konzept vorliegen, das inhaltlich auch vom Deutschen
Museumsbund e.V. als oberster Fachinstanz bestätigt worden ist. Warum sollen wir
auch auf mehrere Jahre im Voraus ein finanzielles Konzept entwickeln, wenn unser
Kulturministerium nicht einmal in der Lage ist, nur ein Jahr im Voraus oder
jetzt im April für dieses Jahres Förderanträge zu bestätigen? Wenn Frau Dr. Klix
als Vorsitzende ihren Vorsitz abgegeben hat, so lag das daran, dass sie unser
Artistenmuseum, das in Klosterfelde in einem speziell dafür errichteten Gebäude
organisch gewachsen ist, nach Bernau verhökern wollte, ohne mit dem Vorstand
oder dem Eigentümer darüber zu sprechen. Auch drohte sie, den Verein aufzulösen,
falls ihren Forderungen nicht nachgegeben wird. Demgegenüber war die
Zusammenarbeit mit Frau Dr. Dagmar Enkelmann äußerst ergiebig, konstruktiv und
für unser Artistenmuseum und unseren Förderverein sehr erfolgreich.
Bitte, veranlassen Sie, dass unserer
Erwiderung der gleiche Raum eingeräumt wird, wie dem Beitrag "Ohne
Rettungsschirm". Natürlich hätten sie unsere Antwort vermeiden können, wenn
vorher durch korrekte Recherche uns der sachliche Inhalt bekannt gewesen wäre.
Sicher finden Sie umgehend eine geeignete Form, damit wir unsere Entgegnung
nicht als Gegendarstellung entsprechend dem Brandenburger Pressegesetz
einreichen müssen.
Sehr herzlich danke ich Ihnen für Ihr Verständnis und für Ihre Bemühungen.
Bitte, lassen Sie mir nach Veröffentlichung einen Beleg zukommen.
Mit freundlichen Grüßen
Roland Weise
2. Vorsitzender und Geschäftsführer
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Brief an die Märkische Allgemeine zum
Beitrag "Artistenmuseum muss weniger zahlen"
(Ausgabe Mittwoch, 10.04.2010)
Lieber Herr Doktor Klaus Rost,
in Ihrer Ausgabe vom 10. April ist u.a.
der Artikel "Artistenmuseum muss weniger zahlen" erschienen. Mir ist
unverständlich, wieso nach meiner ausführlichen Gegendarstellung nochmals
behauptet wird, "bei der Abrechnung stellte sich heraus, dass rund ein Fünftel
der Summe zweckentfremdet ausgegeben wurde".
Warum wiederholen Sie diese widerlegte Behauptung?
Die Rückforderung besteht u.a. aus der Auslegung, dass die anstatt der hohen Honorare niedrigen Ausgaben für Verpflegung der Künstler nicht zuwendungsfähig sein sollen. Aber gerade diese Einschätzung des Kulturministeriums wurde durch die Staatskanzlei widerlegt, die uns schriftlich bestätigt hat, dass z. B.. für die Internationalen Artistentage anstelle der Honorare Verpflegung ausgegeben und abgerechnet werden kann. Ist es nicht paradox, wenn innerhalb einer Regierung solche Diskrepanzen auftauchen? Zumal es keine gesetzliche Regelung gibt, die diese Einsparmethode verbietet.
Deshalb ist Ihre erneute Behauptung absolut rufschädigend.
Anbei erhalten Sie auch die Kopie eines Briefes des Kulturministeriums vom 01. Februar 2010, indem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Erfüllung des Zuwendungszweckes festgestellt werden konnte. Was will man also mehr als ein erreichtes Ziel?
Um weitere Ungereimtheiten und Falschmeldungen zu vermeiden, bitte ich Sie, in Übereinstimmung mit dem Pressegesetz des Landes Brandenburg vom 13. Mai 1993, § 12, (Anspruch auf Gegendarstellung), unsere schriftliche Darlegung ohne weitere Verzögerung veröffentlichen zu lassen.
Vielen Dank
Mit freundschaftlichen Grüßen
Roland Weise
2. Vorsitzender und Geschäftsführer
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Artikel der Märkischen Allgemeinen vom 23.April 2010
